Shape of Water – Review (Kino)

Shape of Water (Review)

Ich will ehrlich sein. Ich hatte Shape of Water erst nach den Oscars so wirklich auf dem Plan. Davor habe ich nur ein Stück vom Trailer gesehen und dieser hatte mich nicht so wirklich gepackt. Aber ich habe auch nicht genau hingesehen. Nachdem nun Shape of Water aber die Oscars für Best Picture, Best Director, Best Production Design und Best Original Score bekommen hat dachte ich mir ich sollte diesen Film im Kino schauen solange ich noch die Möglichkeit dazu habe.

Um was geht es denn?

Wir befinden uns in den 60er Jahren, mitten im kalten Krieg. Die USA haben ein Hochsicherheitslabor in dem geheime Experimente gemacht werden. Elisa, gespielt von Sally Hawkings, ist dort Reinigungskraft und bekommt so einiges mit was man normalerweise vielleicht lieber nicht mitbekommt. Eines Tages merkt Sie dass dort Experimente an einem außergewöhnlichen „Wasserwesen“ gemacht werden. Neugierig wie Sie ist lässt Ihr das was Sie sieht keine Ruhe und will wissen was genau da vor sich geht. Aber nicht nur Elisa hat Interesse…

Vorhersehbar aber richtig gut.

Wer den Trailer aufmerksam schaut kann schon vieles zum Film ableiten. Echte Überraschungen gibt es nur selten und die Story ist vorhersehbar. Hört sich erst einmal negativ an. Aber dieser Film ist, wie ich finde, sehr gut gemacht. Nichts gegen Sally Hawkings, aber gerade die Entscheidung hier die Rolle der Hauptdarstellerin sehr glaubwürdig mit einer Dame zu besetzen die nicht unbedingt wie ein Supermodel oder ein typischer Hollywoodstar aussieht zu besetzen war Gold wert. Die Rolle der Elisa ist glaubwürdig und emotional. Man merkt von Anfang an dass mehr in Ihr steckt als Sie in Ihrem dargestellten Leben zeigt. Sie ist so ein wenig in Ihrem eigenen Käfig gefangen und würde gerne ausbrechen hat man das Gefühl. Meiner Meinung nach Schauspielerisch auch ohne viele Worteganz große Klasse.

Das, ja man will schon fast sagen „Bühnenbild“ ist liebevoll gemacht und stimmig. In der Tat hat man zuweilen das Gefühl der ganze Film wäre auch als Theaterstück oder Musical absolut machbar. Und an Guillermo del Toro als Regisseur gibt es natürlich auch nichts zu bemängeln. Der Mann zeigt einfach immer wieder was er kann und zwar in ganz unterschiedlichen Genres.

Aber habe ich auch Kritik?

Ja habe ich vielleicht. Der Film geht über 2 Stunden und ist hier und kommt einen zuweilen etwas langsam vor. So hatte ich durchaus das Gefühl noch länger im Kino zu sitzen. Dies war zwar nie wirklich so dass ich innerlich „gedrängt“ hätte aber der ein oder andere Schnitt und eine Kürzung um etwa 20 Minuten wäre sicher nicht schlimm gewesen – einige Szenen geben dies durchaus her. Aber, das ist meckern auf ganz hohem Niveau.

Fazit:

Meiner Meinung nach ein kleines Meisterwerk was Guillermo del Toro hier mit Shape of Water abgeliefert hat und sicherlich nicht zu Unrecht mit den 4 Oscars bedacht. Wer Fantasy / SciFi / Dramen mag und auch nicht immer Action voll auf die Zwölf braucht ist hier sehr gut bedient. Mich hat übrigens die Optik auch ein wenig an die Spiele Fallout und Bioshock erinnert.

Shape of Water

9

Wertung

9.0/10

Pros

  • Tolles "Bühnenbild"
  • Guillermo del Toro - muss man mehr sagen?
  • Zurecht 4 Oscars bekommen

Cons

  • Etwas langsam
  • Relativ Vorhersehbar

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