Ready Player One – Review (Kino)

© Warner Bros.
Ein Film wie für mich gemacht. Aber ist Ready Player One auch etwas für die breite Masse? Wir haben den Streifen gesehen und sagen Euch unsere Meinung.

Als wir den Trailer zu Ready Player One das erste Mal gesehen haben war es der totale Nerdkrams Overflow. Ein Trailer den man 20 mal ansehen konnte und immer noch neue kleine Details aus der Popkultur der letzten Jahrzehnte entdecken konnte. Schon da war klar dass dieser Film in der Entsprechenden Zielgruppe „Gamer“ und ein gutes Stück weit auch bei „Filmfans“ wie eine Bombe einschlagen würde. Selten, ja wir würden fast sagen noch nie, wurde in einem Kinofilm unsere nerdige Welt so sehr bedient. Das alleine macht jedoch noch keinen guten Film aus. Also lasst uns genauer hinsehen.

Darum geht es

Das Jahr 2045. Die Welt hat sich nicht wirklich positiv entwickelt. Die meisten Menschen leben in Slum ähnlichen Verhältnissen und schwierigen Lebenssituationen. Kein Wunder also dass sich viele Menschen in die OASIS flüchten. Eine Virtuelle Welt die einen sein lässt wer man sein möchte und auch wo. Alles ist möglich. Diese virtuelle Welt wird für die Menschen eine Art zweite Heimat. Für einige vielleicht sogar eher die erste. Nach dem Tod des Erfinders der OASIS wird eine Art Testament von Ihm veröffentlicht. Inhalt: Es gibt ein „Easter Egg“ und wer die Rätsel dafür löst bekommt neben seinen Aktien im Wert einer halben Billion Dollar auch die volle Kontrolle über die OASIS vererbt. Entsprechend viele Menschen machen sich mit Ihren virtuellen Avataren in der OASIS auf die Suche nach den Rätseln. So auch Wade Owen Watts (Parzival) der gemeinsam mit seinem Kumpel Aech auf der Jagd nach dem Easter Egg auf den Trupp um Samantha Evelyn Cook (Art3mis) stößt, welche das gleiche Ziel verfolgen. Aber nicht nur diese haben Interesse die Rätsel zu lösen, auch andere mit nicht ganz so guten Absichten sind Ihnen auf den Fersen.

Ein spezielles Abenteuer von Steven Spielberg

Es ist schon einfach super im Kino zu sitzen und ständig den Mund vor Staunen und Begeisterung offen zu haben. Die Musik, die vielen Anspielungen auf Filme und Spiele sind einfach für jedes Kind der 70, 80 und 90er ein Hochgenuss. Und wer nach dem Trailer denkt „Ja gut, aufgeblasen mit Optik aber Story mäßig nichts dahinter“ der täuscht sich. Wir haben hier einen wirklich ausgeklügelten Film der auch einige Denkanstöße für unsere Gesellschaft bereithält. Die Story rund um das Thema „Virtual Reality“ packt uns zusätzlich, da wir selbst VR Fans sind und genau eine solche Welt lieben würden. Kein geringerer als Steven Spielberg hat hier das 2010 erschienene Buch von Ernest Cline verfilmt. In den Hauptrollen sehen wir Tye Sheridan (Scouts vs. Zombies, X-Men: Apocalypse, Deadpool 2) als Parzival, Olivia Cooke (Ouija – Spiel nicht mit dem Teufel, Ich und Earl und das Mädchen, Thoroughbreds) als Art3mis, Ben Mendelsohn (Trespass, Rogue One: A Star Wars Story, Die dunkelste Stunde) als Nolan Sorrento. Weitere Rollen wurden zum Beispiel besetzt von Mark Rylance als Donovan Halliday / Anorak, Simon Pegg als Ogden Morrow. Die Leistung des Schauspiels ist sehr gut und man hat eigentlich nie das Gefühl dass an irgendeiner Stelle eine Rolle fehlbesetzt wurde. Dennoch scheinen die Schauspieler Austauschbar. Keiner der Charaktere ist so speziell dass dieser nur von wenigen Personen gespielt werden könnte.

Fazit

Ready Player One ist ein Meisterwerk. Allerdings wohl nur für nerdige Typen wie uns die schon einige Jahrzehnte in der Entertainment Welt leben und starken Bezug zu dieser haben. Jemand der sehr Jung ist oder aber eben ältere Personen die nicht den Draht zu diesen Elementen haben, werden auch den Film in vielen Momenten nicht wirklich verstehen. Zumindest wird diesen Personen viel verloren gehen da das Hintergrundwissen fehlt. Für uns ist Ready Player One ganz klar Favorit auf den Film des Jahres. Übrigens wer sich denkt „Och neee… Pixels war schon sowas und Müll“ – Ja, aber kann man nicht vergleichen. Unbedingt kucken.

Ready Player One

9.2

Wertung

9.2/10

Pros

  • Nerdfaktor 1000
  • Tolle Optik
  • Ein Stück weit glaubhaftes Szenario

Cons

  • Schauspieler sind gut, aber austauschbar
  • Ohne Gaming- und Filmwissen nur halb so gut

Heiko Alexander

Mein Name ist Heiko Alexander und bin 1978 geboren. Also bin ich schon eine ganze Weile auf diesem Planeten. Schon seit meiner frühen Jugend bin ich leidenschaftlicher "Filmekucker". Aus diesem Grund besuche ich so oft es geht das Kino und habe auch Zuhause ein kleines Filmarchiv. Da ich gerne über Filme und alles drumherum diskutiere, bewege ich mich nicht nur in entsprechenden Foren und Gruppen sondern betreibe auch diese Seite. Jede Review stellt nur meine eigene, ganz persönliche, Meinung dar. Die kann, muss sich aber nicht mit Eurer decken. Ich bitte dies immer zu berücksichtigen. Aber gerne können wir über die unterschiedlichen Ansichten plauern - sprecht mich einfach an.

Ein Gedanke zu „Ready Player One – Review (Kino)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere