Molly´s Game: Alles auf eine Karte – Review (BluRay)

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Am 27.07.2018 erscheint „Molly´s Game: Alles auf eine Karte“ endlich auf BluRay (Und DVD, sowie VoD). Wir haben sowohl den Film als auch die Ausstattung vorab für Euch gesichtet.

Ihr steht auf Filmbiografien, Poker und geschäftstüchtige Frauen? Dann ist dieser Film vielleicht der richtige für Euch. Mit Jessica Chastain in der Hauptrolle sowie Idris Elba, Michael Cera und Kevin Costner in Nebenrollen, sehen wir hier die wahre Geschichte der Molly Bloom.

Worum geht es bei „Molly´s Game: Alles auf eine Karte“?

Es ist die wahre Geschichte von Molly Bloom, einer willensstarken, fokussierten und ehrgeizigen Frau, deren größter Traum die Teilnahme an den Olympischen Spielen als Freestyle Skifahrerin ist. Doch gerade als sie kurz davorsteht, ihr Lebensziel zu erreichen, stürzt Molly schwer und ihre Skifahrer-Karriere ist von heute auf morgen beendet. Beim Versuch, die dadurch entstandene Leere in sich zu füllen, zieht sie nach Los Angeles und fängt an, als Assistentin und Barkeeperin zu arbeiten. Wenig später betreibt sie den exklusivsten geheimen Pokerring der Welt.  Durch ihren neuen Job in L.A. wird Molly von der faszinierenden Welt der Reichen und Mächtigen in den Bann gezogen. Als einfaches Mädchen aus einer Kleinstadt in Colorado nimmt sie die Zügel schnell selbst in die Hand und veranstaltet exklusive Underground-Pokerrunden. Mit hochkarätigen Schauspielern, Wallstreet Titanen und Profi-Sportlern an ihrem Tisch, gerät sie immer weiter in den Sog des Spieles, des Geldes und der Macht. Obgleich zu Beginn alles legal verläuft, findet sich Molly bald auf dem absteigenden Ast und von Angesicht zu Angesicht mit der amerikanischen Regierung wieder. Die Situation scheint ausweglos, doch dann tritt Rechtsanwalt Charlie Jaffey in Mollys Leben und mischt die Karten neu…

 

Wie das Leben so spielt

Molly´s Game zeigt uns wie das Leben so laufen kann. Selbstverständlich wird nicht jeder exklusive Pokerrunden mit Mafiabeteiligung veranstalten. Aber wir erleben hier eine wahre Geschichte die so oder so ähnlich wirklich passiert ist. Dabei wird zum Glück diese Welt nicht unnötig mit Action oder üblen Poker Klischees ausgeschmückt. Was wir hier vorgesetzt bekommen wirkt durchaus realistisch und keineswegs übertrieben. Dass diese Szene so funktioniert nimmt man dem Film jederzeit ab.

Getragen wird diese Filmbiografie weitgehend von der großartigen Jessica Chastain die wir bereits in Filme wie Interstellar oder Zero Dark Thirty sehr überzeugend fanden. Sie spricht auch „die Stimme aus dem Off“ und leitet so durch die Story. Idris Elba (Avengers, Mandela, etc.)  spielt Mollys Anwalt ebenfalls hervorragend und überzeugt auf ganzer Linie. Des Weiteren haben wir auf dem Cover Kevin Costner (Der mit dem Wolf tanz, Waterworld) mit aufgeführt. Verständlich wenn ein solcher Name mit an Bord ist. Tatsächlich ist die Screentime jedoch recht gering so dass hier leider nur von einer Nebenrolle gesprochen werden kann. Diese allerdings weiß gerade in der Schlußphase des Films zu überzeugen, hier möchten wir jedoch nichts vorweg nehmen. Was die Zeit im Bild angeht ist da fast schon eher Michael Cera (Superbad, Scott Pilgrim) in der Rolle als Spieler X auf das Cover zu packen, dieser geht dort jedoch leider komplett unter.

Wie gesagt wirkt die Story durchaus glaubhaft. An keiner Stelle ist man über das Ziel hinaus geschossen. Es gibt keine überzogenen Actionszenen, keine übertriebenen Gewalt-, Drogen- und / oder Sexgeschichten. Es wird erzählt was erzählt werden muss, nicht mehr und nicht weniger. Natürlich mag dies für den ein oder anderen Zuschauer, oder gar Kritiker, „zu wenig“ sein. Wir aber denken dass in einer Filmbiographie gerade das ein absolutes Muss ist. Der Zuschauer soll erfahren was Molly Bloom erlebt hat, wie es ihr ergangen ist. Hätte man hier mehr aus der Geschichte gemacht als war würden wir das sogar eher als Betrug am Zuschauer sehen. Wer einen wirklichen Pokerfilm erwartet wird vermutlich ebenfalls nicht richtig aufgehoben sein. Das Hauptthema ist tatsächlich die Person Molly Bloom.

 

 

Die Ausstattung der BluRay

Für unsere Review stand uns lediglich die BluRay Version in der Standard Box zur Verfügung. Unsere Bewertung bezieht sich also rein auf diese Version. Neben dem Film, der in seiner gesamten Laufzeit von 141 Minuten in Bild und Ton vollständig überzeugt, finden auch noch ca. 24 Minuten Bonusmaterial Platz auf dem Datenträger. Hierbei handelt es sich um den Audiokommentar von Aaron Sorkin (Regie), Interviews mit dem Cast und der Crew sowie die sogenannte „B-Roll“ (Ähnlich einem „Making Of“). Die Extras sind interessant und runden den Film ab. Viel mehr als diese Extras sind bei einem Film dieses Genres auch tatsächlich nicht nötig. Die Extras und Optionen findet man übrigens in einem schönen und aufgeräumten Menü. Dies ist gar nicht so selbstverständlich, sehr oft finden wir uns in „Bauchbinden Menüs“ wieder wo man kaum weiß was denn nun ausgewählt wurde und was nicht. Wo wir gerade beim Auswählen sind, hier stehen natürlich einige Optionen zu Auswahl. Wir haben Deutsch und Englisch in DTS-HD 5.1 MA zur Auswahl. Als Untertitel ist Deutsch und Englisch für Hörgeschädigte mit an Bord. Das Bild selbst ist dann in 2,40:1 (1080p/24).

Fazit

Uns hat Molly´s Game sehr gut gefallen. Natürlich muss man dem Genre etwas abgewinnen können. Der Film ist weder Actiongeladen noch lustig, die Stärken liegen klar an anderer Stelle. Wer Filme im Stil von „Flight“ oder „Sully“ mag wird sich vermutlich auch Molly´s Game gerne ansehen. Aufgrund der Glaubwürdigkeit und dem Schauspiel der Protagonisten, gepaart mir der Tatsache hier eine wahre Geschichte zu sehen, geben wir durchaus eine Kauf- bzw. Anschauempfehlung.

Molly´s Game: Alles auf eine Karte findet ab dem 27.07.2018 als BD, DVD oder VoD den Weg auf Euren heimischen Fernseher.

Molly´s Game: Alles auf eine Karte

8

Wertung

8.0/10

Pros

  • Glaubwürdigkeit der Darstellung
  • Schauspiel von Jessica Chastain
  • Perfekte Erzählgeschwindigkeit
  • Gute Ausstattung der BluRay

Cons

  • Mann muss das Genre mögen
  • Etwas wenig Screentime von Kevin Costner

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