Letztendlich sind wir dem Universum egal – Review (BluRay)

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Ab dem 01. Oktober 2018 ist „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ als DVD, Blu-ray und Video on Demand erhältlich. Wir konnten vorab bereits die Blu-Ray Version sichten und sind überrascht. Positiv oder negativ? Erfahrt es hier in unserem Bericht.

Bei „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ handelt es sich um eine Verfilmung des gleichnamigen Teenagerroman von David Levithan. Der Roman wurde 2015 mit dem Preis der Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet. Unter der Regie von Michael Sucsy entstand hier ein interessantes Teenager-Fantasy-Drama.

Worum geht es?

Die Schülerin Rhiannon wundert sich ein wenig als Ihr Freund Justin an einem normalen Schultag anders drauf ist als sonst. Normal eher nachlässig und oberflächlich Ihr gegenüber, zeigt er an diesem Tag eine ganz andere Seite. Er interessiert sich für Sie und beide verbringen einen wunderschönen (In der Schule geschwänzten) Tag. Am folgenden Tag stellt Rhiannon fest dass Ihr Freund Justin wieder in sein altes Verhaltensmuster gefallen ist. Zudem scheint er keinerlei Erinnerung mehr an den vorherigen Tag zu haben. Als Rhiannon Patin einer neuen Schülerin wird die Sie gegenüber Justin verteidigt und sagt er wisse gar nicht was für eine tolle Freundin er habe, wird klar dass hier etwas faul ist. Nicht Justin hat mit Rhiannon einen tollen Tag verbracht sondern „A“, ein wandelnder Geist der jeden Tag in einem anderen Körper aufwacht. Was normal einfach ein möglichst reibungsloses verbringen des Tages in einem anderen Körper bedeutet wird nun schwieriger – „A“ hat sich in Rhiannon verliebt.

Unsere Meinung

Wir haben diesen Film ohne große Erwartungen angeschaut und sind sehr positiv überrascht. Die Geschichte um Rhiannon und „A“ wird relativ sachlich erzählt. Es gibt weder übermäßige Spaßeinlagen noch extreme Spannungsbögen. Dafür bekommt man eine tolle Liebesgeschichte erzählt die nicht zuletzt aufzeigt dass es nicht auf das äußere einer Person ankommt. Die inneren Werte zählen. Wer selbst sowas wie einen „Seelenverwanden“ hat und diese Person liebt wird vermutlich mehr als einmal an diese denken, insbesondere wenn Sie nicht bei einem ist.

Erzählerische Schwächen leistet sich „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ kaum und die Geschwindigkeit ist durchweg passend.

Rhiannon wird gespielt von der australischen Schauspielerin Angourie Rice (These Final Hours) und gefällt uns in dieser Rolle richtig gut. Die Tatsache dass die zweite Hauptrolle eigentlich nur viele Nebenrollen sind macht es natürlich schwierig diese zu bewerten. Es ist aber gelungen trotz der vielen Schauspieler die „Seele“ der Rolle „A“ zumeist sehr gut rüberzubringen. Man hat durchweg das Gefühl es wäre immer die gleiche Person, nur eben in einem anderen Körper.

Freigegeben ist „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ ab 6 Jahre was von Seitens des Jugendschutzaspektes vollkommen ok geht. Rein Inhaltlich würden wir hier aufgrund der etwas komplizierten Geschichte und dem emotionalen Part eher ein Alter ab 12 Jahre sehen.

Die verhältnismäßig kurze Laufzeit von nur 98 Minuten kommt einem länger vor ohne langweilig zu sein. Dies ist recht selten. Zumeist ist dieses Gefühl mit Langatmigkeit zu erklären, was hier überhaupt nicht der Fall ist. Zusätzlich haben wir hier noch ca. 30 Minuten Bonusmaterial an Bord. Diese umfassen Deleted Scenes, den deutschen Trailer und vier Featurettes: „Vom Buch zum Film“, „Liebe“, „Die Charaktere im Film“ und „Die Figur ‚A‘“.

Auf der technischen Seite haben wir im Bereich Bild und Ton keinerlei Schwächen. Allerdings stellt der Film die Technik in diesem Bereichen auch vor keine großen Herausforderungen. Special Effects und komplizierten Sound gibt es kaum. In diesem Film ist das aber auch kein Problem – weniger ist hier klar mehr. Der Deutsche und Englische Tonspur kommt im Format DTS-HD 5.1 daher, das Bild ist in 2.39:1 gehalten.

Fazit

„Letztendlich sind wir dem Universum egal“ ist ein gefühlvoller Film den sicherlich nicht nur junge und weibliche Teenager mögen werden. Auch uns hat der Film überzeugt und regt ein Stück weit sogar zum Nachdenken an. Auf die inneren Werte kommt es an – das vermittelt der Film nicht nur, sondern auch beim ihm selbst kommt es darauf an darauf zu hören was hier gesagt sein will. Dann hat „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ deutlich mehr Tiefgründigkeit als es zunächst den Anschein hat. Was bleibt ist die Frage: Was hat der Titel mit dem Film zu tun?! Der englische Titel „Every Day“ trifft es deutlich besser.

Letztendlich sind wir dem Universum egal

8

Wertung

8.0/10

Pros

  • Gefühlvoll
  • Kein mutwilliger Witz
  • Keine übertriebene Action
  • Regt ein wenig zum nachdenken an
  • Nicht nur für Teenager

Cons

  • Das Ende könnte polarisieren.

Heiko Alexander

Mein Name ist Heiko Alexander und bin 1978 geboren. Also bin ich schon eine ganze Weile auf diesem Planeten. Schon seit meiner frühen Jugend bin ich leidenschaftlicher "Filmekucker". Aus diesem Grund besuche ich so oft es geht das Kino und habe auch Zuhause ein kleines Filmarchiv. Da ich gerne über Filme und alles drumherum diskutiere, bewege ich mich nicht nur in entsprechenden Foren und Gruppen sondern betreibe auch diese Seite. Jede Review stellt nur meine eigene, ganz persönliche, Meinung dar. Die kann, muss sich aber nicht mit Eurer decken. Ich bitte dies immer zu berücksichtigen. Aber gerne können wir über die unterschiedlichen Ansichten plauern - sprecht mich einfach an.

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