Renegades – Mission of Honor – Review (BluRay)

Renegades - Mission of Honor
© Universum Film
Ab dem 07.12.2018 ist „Renegades – Mission of Honor“ sowohl auf Blu-Ray und DVD sowie als VoD erhältlich. Wir bekamen die Möglichkeit „Renegades – Mission of Honor“ bereits anzusehen und teilen an dieser Stelle unsere Eindrücke über die BluRay Version des Films mit Euch.

Es freut uns immer sehr wenn Filme bei uns eintrudeln von denen wir vorab nicht zu viel wissen und die, wenn überhaupt, eher kleine Wellen geschlagen haben. Einer dieser Filme ist „Renegades – Mission of Honor“. Wer direkt eine amerikanische Produktion erwartet wird überrascht sein. Es handelt sich hier um eine Produktion aus Deutschland/Frankreich. Und aus Frankreich kommt auch der größte Name des Films. Kein geringerer als Luc Besson (Valerian, Das 5. Element) hat hier in Zusammenarbeit mit Richard Wenk (The Equalizer 1 & 2, The Expendables 2) das Drehbuch geschrieben. Aber lasst uns erst einmal schauen welche Story uns erwartet.

Darum geht es in „Renegades – Mission of Honor“

Sarajevo, 1995. Eine Gruppe Navy SEALs ist nicht gerade begeistert, als sie zu ihrem Boss zitiert und vorübergehend suspendiert wird. Zwar haben die fünf Männer den Auftrag der Nato, Kriegsverbrecher in Ex-Jugoslawien aufzuspüren und zu eliminieren, erfolgreich ausgeführt, aber bei ihrer Flucht mit dem Panzer waren sie alles andere als diskret. Nun heißt es erstmal, sich die freie Zeit anderweitig zu vertreiben. Da hören sie von einem sagenhaften Goldschatz, der während des Zweiten Weltkriegs von den Nazis geraubt worden sein und seit Jahrzehnten auf dem Grund eines nahe gelegenen Sees liegen soll. Gemeinsam mit der Einheimischen Lara begeben sich die fünf Navy SEALs auf eigene Faust auf die Suche nach der millionenschweren Beute. Bei ihren heimlichen Tauchgängen werden sie vom serbischen General Petrovic aufgespürt und merken schon bald, dass sie nicht die einzigen sind, die es auf das versunkene Gold abgesehen haben…

 

Das denken wir über den Film

Auch wenn die Geschichte in „Renegades – Mission of Honor“ während der Laufzeit von 102 Minuten einige erzählerische Schwächen aufweist und auch Logikfehler an den Tag legt, darf man natürlich nicht vergessen was wir über nichts anderes sprechen als einen Actionfilm. Einem Hollywood Blockbuster mit Starbesetzung würde man gleiches sicher eher weniger vorwerfen. Unter diesem Aspekt tun wir dies also auch nur bedingt. Tatsächlich aber haben wir den Eindruck dass das Drehbuch zu deutlich größerem Teil von Richard Wenk geschrieben wurde als Luc Besson.

Die Story selbst finden wir durchaus interessant. Aufgrund eines „Dammbruchs“ versunkenes Nazigold im ehemaligen Jugoslawien, soll in einer Nacht und Nebel Aktion von suspendierten Navy Seals geborgen werden. Das gefällt natürlich nicht allen, bzw. sind einige da durchaus ebenfalls scharf drauf. Und ja, das war tatsächlich schon im Wesentlichen die ganze Handlung des Films. Reicht aber auch irgendwie.

Es macht Spaß einfach einmal eine andere Geschichte zu sehen. Schauplatz sind trotz US Army weder die USA, noch Südamerika oder Afghanistan. Bosnien bzw. das ehemalige Jugoslawien ist hier einmal etwas erfrischend anderes. Dazu die Kombination Schatzsuche und Taucher hat etwas.

Schade finden wir dagegen etwas die durchweg flache Gestaltung der Hauptdarsteller (Sullivan Stapleton, Charlie Bewley, Sylvia Hoeks, Joshua Henry, Diarmaid Murtagh sowie Dimitri Leonidas). Das komplette Team wird, mit einer Ausnahme, nicht wirklich gezeichnet. Entsprechend baut man recht wenig Bindung zu Einzelpersonen auf, obgleich man dem kompletten Team gegenüber durchaus Sympathie empfindet. Charakterlich werden 3 Nebenrollen gefühlt deutlich stärker beachtet. Hierbei handelt es sich interessanterweise sind dies die Rollen die auch ein wenig Humor in den Film bringen. Dabei handelt es sich um Rear Admiral Jacob Levin (Gespielt von J. K. Simmons) sowie zwei Piloten (Mahamadou Coulibaly und Ewen Bremner), die zwar sehr gut sind aber auch etwas schräg drauf.

Interessant ist auch das trotz der durchaus vorhandenen Action und Gewalt nie unnötig draufgehalten wird. Daraus resultiert eine im Grunde Familienfreundliche Freigabe mit FSK 12.

Gefallen hat uns neben der Handlung vorallem das Bild und Ton. Bild und Musik sind gut gewählt und gerade letztere trägt sehr zur Stimmung bei. Die Filmmusik stammt von Éric Serra. Der Soundtrack zum Film ist im Handel erhältlich. Gedreht wurde sehr viel in Deutschland. Sowohl auf einem Flugplatz in Finsterwalde als auch in den Babelsberger Filmstudios fanden viele Dreharbeiten zu Renegades statt. Weitere Aufnahmen wurden in Belgien, Malta und Kroatien gemacht. Dass es sich um eine Europäische Produktion handelt merkt man qualitativ relativ selten. Hier wurde in den letzten Jahren deutlich auf Hollywood aufgeholt.

Finanziert wurde der Film im Übrigen mit Unterstützung einiger deutsher Mittel. So kamen 5 Millionen Euro als Förderung von Deutschen Filmförderfonds. Die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg gewährte eine Produktionsförderung in Höhe von 150.000 Euro, und der FilmFernsehFonds Bayern förderte die visuellen Effekte mit 275.000 Euro.Zusätzlich wurde die Produktion mit 200.000 Euro vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

Als Extras haben wir auf der BluRay zwei Featurettes („Die Story“ und „Die Szenenbilder“), sowie eine Hörfilmfassung.

Technisch gesehen sind wir auf mit Dolby Digital 5.1 und einem Bild von 2,40:1 auf dem üblichen Level.

Fazit

Uns hat „Renegades – Mission of Honor“ trotz Schwäche in Story bzw. Logik und Charakterentwicklung ziemlich gut gefallen. Keinen Moment war uns langweilig oder haben uns schlecht unterhalten gefühlt. Von daher sprechen wir durchaus eine Kaufempfehlung aus, man muss ja auch nicht alles sofort zum Vollpreis kaufen.

Renegades - Mission of Honor

7.8

Wertung

7.8/10

Pros

  • Interessante Story
  • Toller Soundtrack / Ton
  • Gute Nebenrollen
  • Gute Laufzeit
  • Keine völlig überzogene Action

Cons

  • Teilweise Logikfehler
  • Flache Hauptcharaktere

Heiko Alexander

Mein Name ist Heiko Alexander und bin 1978 geboren. Also bin ich schon eine ganze Weile auf diesem Planeten. Schon seit meiner frühen Jugend bin ich leidenschaftlicher "Filmekucker". Aus diesem Grund besuche ich so oft es geht das Kino und habe auch Zuhause ein kleines Filmarchiv. Da ich gerne über Filme und alles drumherum diskutiere, bewege ich mich nicht nur in entsprechenden Foren und Gruppen sondern betreibe auch diese Seite. Jede Review stellt nur meine eigene, ganz persönliche, Meinung dar. Die kann, muss sich aber nicht mit Eurer decken. Ich bitte dies immer zu berücksichtigen. Aber gerne können wir über die unterschiedlichen Ansichten plauern - sprecht mich einfach an.

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