Alita: Battle Angel – Review (Kino)

© Twentieth Century Fox
Wir sind (noch) keine Fans von asiatischen Mangas, aber durch diesen Film könnte sich das vielleicht ändern. „Alita: Battle Angel“ ist seit dem 14. Februar 2019 im Kino zu sehen und wir haben uns eine der ersten Vorstellungen angeschaut. Lest hier unsere Filmkritik.

Ja wirklich, mit Mangas können wir noch nicht wirklich etwas anfangen. Aber um der Kritik etwas vorzugreifen: Wir sind mehr als angetan um Alita und Dr. Ido. Manga und Anime Fans kennen „Alita: Battle Angel“, bzw. Battle Angel Alita so der Titel des Mangas, vielleicht schon. Der Manga ist in vielen verschiedenen Versionen erschienen und dürfte nach dem Film auch noch einmal einen ordentlichen Schub nach vorne in den Amazon Verkaufscharts machen. Wem übrigens die Story mit einer fliegenden Stadt für besser Gestellte bekannt vorkommt, erinnert sich vielleicht an „Elysium“ mit Matt Damon aus 2013. Da gab es dies so ähnlich. Aber zurück zu Alita.

Darum geht es (Pressetext)

Als Alita (Rosa Salazar) ohne jede Erinnerung daran, wer sie ist, in einer fremden Welt der Zukunft erwacht, wird sie von Ido (Christoph Waltz) aufgenommen. Der mitfühlende Arzt erkennt, dass sich hinter der leeren Cyborg-Hülle das Herz und die Seele einer jungen Frau mit einer außergewöhnlichen Vergangenheit verbergen. Während Alita lernt, sich in ihrem neuen Leben und den gefährlichen Straßen von Iron City zurechtzufinden, versucht Ido sie vor ihrer geheimnisvollen Vergangenheit zu beschützen. Ganz im Gegensatz zu ihrem neuen gerissenen Freund Hugo (Keean Johnson), der ihr dabei helfen will, ihre Erinnerungen zu triggern. Aber erst als die todbringenden und korrupten Mächte, die die Stadt beherrschen, Alita ins Visier nehmen, erhält sie einen Hinweis auf ihre Vergangenheit: Sie verfügt über einzigartige Kampfkünste, die die Herrschenden um jeden Preis kontrollieren wollen. Wenn es ihr gelingt, sich von ihnen fernzuhalten, könnte sie der Schlüssel sein, um ihre Freunde, ihre Familie und die Welt, die ihr ans Herz gewachsen ist, zu retten.

 

Unsere Meinung

Ganz ehrlich, wir sind ziemlich begeistert aus dem Kino gekommen. „Alita: Battle Angel“ gehört zu den Filmen die man auch gerne mehrfach im Kino ansehen kann. Leider haben wir hier keine Möglichkeit den Film in einem IMAX Kino sehen zu können, aber das wäre sicherlich die Kirsche auf der leckeren Torte.

Aber wir greifen schonwieder vor. Schauen wir erst einmal darauf wen wir so im Abspann sehen. Zunächst haben wir hier den Drehbuchautor und Produzenten James Cameron (Terminator, Avatar, Titanic) am Start. Das ist natürlich schon ein ordentliches Zeichen für Qualität. Regie hat Robert Rodriguez (Sin City, From Dust till Dawn, Planet Terror) geführt. Beim schauen des Films hat sich tatsächlich aber auch ständig ein klein wenig das Gefühl eingeschlichen das dieser Film auch von Luc Besson hätte stammen können. Von ihm ist man nicht erst seit „Das 5. Element“ und „Valerian“ gewöhnt tolle Welten präsentiert zu bekommen.

Der schauspielerische Cast ist dann geprägt von Rosa Salazar (Maze Runner, CHiPs, Bird Box) als Alita und Christoph Waltz (Inglourious Basterds, Django Unchained, Downsizing) als Dr. Ido. Aufgrund der nachträglichen Bearbeitung lässt sich die Leistung von Rosa Salazar nur schwer beurteilen, sollte aber solide gewesen sein. Christoph Waltz liefert wie immer ab. Auch alle anderen Charaktere die mehr oder weniger echten Schauspielern entsprechen haben gute Arbeit geleistet. Da gibt es nichts zu meckern.

Der Film nimmt direkt vom Fleck gut Fahrt auf und weiß durch seine Optik zu überzeugen. Natürlich merkt man sehr das künstliche dieser Welt und hat so immer wieder mal das Gefühl einen extrem hochwertigen Animationsfilm zu schauen. Ist ja auch am Ende irgendwie so. Der Anteil der künstlichen und animierten Objekte durfte bei min. 80% liegen. Der Ton steht der Optik in nichts nach und ist jederzeit auf den Punkt.

Die Handlung bedient sich zum größten Teil an den ersten 4 Bänden der Manga Reihe. Einige Teile sind wohl auch dem Anime zum Manga entliehen worden. Und ja, die ersten 4 Bände. Es gibt noch einige weitere und wir alle wissen wohl was es bedeutet wenn dieser Film erfolgreich ist. Fortsetzungen, mindestens 2 Stück schätzungsweise. Da freuen wir uns jetzt schon drauf.

Die Gefühle beim Schauen entsprechen etwa der emotionalen Achterbahnfahrt Alitas auf dem Weg zu Selbstfindung. Aber jedes Gefühl birgt einen positiven Hintergrund. Wir hatten permanent Spaß. Die Gags sitzen. Die Effekte sind gelungen. Man kann sich recht gut in die Charaktere reinfinden.

Es gibt einen einzigen Kritikpunkt an den immerhin 122 minütigen Film. Die Hintergrundgeschichte Alitas und was Sie einmal war wird zu grob angeschnitten. Hier hätten wir uns tiefgründigere Informationen gewünscht. Aber evtl. bekommen diese ja mit einer Fortsetzung präsentiert. Die Manga Reihe gibt jedenfalls noch einiges her.

Fazit:

„Alita: Battle Angel“ ist für uns ein echter Überraschungshit. Wir haben zwar einen guten Film erwartet, hätten jedoch nicht gedacht dass wir so begeistert das Kino verlassen dass wir richtig Hunger auf mehr haben. Die Perfekt Edition des Mangas ist schon so gut wie bestellt.

„Alita: Battle Angel“ kam am 14.02.2019 in die deutschen Kinos.

Alita: Battle Angel

8.9

Wertung

8.9/10

Pros

  • Tolle Story
  • Toll in Szene gesetzt
  • Humor
  • Action
  • Setting

Cons

  • Zu wenig Hintergrundgeschichte zu Alitas Herkunft

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