Men in Black: International – Review (Kino)

© Sony Pictures
Es war wieder einmal Kinozeit. Diesmal musste sich „Men in Black: International“ unserem Urteil unterziehen. Ob und wie gut diese Reihe ohne Will Smith und Tommy Lee Jones ist klären wir in dieser Review.

Sieben Jahre ist es inzwischen her als uns die Männer in schwarzen Anzügen auf der Kinoleinwand besucht haben. Die Reihe war zwar nie wirklich ganz großes Kino, konnte jedoch immer mit guter Unterhaltung überzeugen. Einen großen Teil machte natürlich Agent J alias Will Smith aus. Aber auch Tommy Lee Jones als Agent K konnte hier ordentlich Zuschauer Sympathien sammeln.

Übrigens, wer sich kurz an MiB 3 zurückerinnert: Hier hatte Josh Brolin die Rolle als junger Agent K inne. Ja genau, Josh Brolin, fast schon besser bekannt als „Thanos“ aus zum Beispiel „Avengers: Endgame„. Und hier schließt sich der Kreis. Aktuell haben wir in „Men in Black: International“ (Men in Black 4) wieder Marvel Stars am Start. Kein geringerer als Chris „Thor“ Hemsworth selbst spielt die männliche Hauptrolle im neuen Teil. Die weibliche Hauptrolle wird besetzt von Tessa „Walküre“ Thompson, also ebenfalls aus Endgame bekannt. Abgerundet wird das ganze durch Liam Neeson den wir ebenfalls aus, ach nee, den kennen wir nicht von Marvel. Hier brauchen wir sicher nur die „Taken“ Reihe erwähnen.

Durchaus also ein ordentliches Staraufgebot – man sollte meinen dass dieses es schafft den Verlust der alten Darsteller zu kompensieren, aber klappt das wirklich? Und wie sieht es ansonsten mit diesem Film aus? Mehr dazu in unserer „Meinung“ weiter unten.

Darum geht es in „Men in Black: International“ (Pressetext)

Die Men in Black haben die Erde immer vor dem Abschaum des Universums beschützt. In diesem neuen Abenteuer müssen sie sich ihrer bisher größten Bedrohung stellen: einem Maulwurf innerhalb der Men in Black Organisation.

 

 

Unsere Meinung

Der Pressetext ist wirklich kurz oder? Fast schon Inhaltslos. Willkommen bei „Men in Black: International“. Vergeblich versucht man hier irgendwie einen roten Faden zu finden der es wert ist gefolgt zu werden. Dabei macht dieser Film nicht alles falsch. Sowohl von den Effekten als auch dem Sound ist der ganze Film ordentlich und man hat wirklich Spaß. Die Vorstellung in 3D zu besuchen ist jedoch ziemlich unnötig.

Auch das Schauspiel von oben genannten Darstellern ist durchweg in Ordnung, wenn auch nicht übermäßig gut. Es gibt einige durchaus gelungene Gags. Ein „verstecktes“ Thor EasterEgg war ziemlich gut, wurde aber vom Kinosaal scheinbar zum Großteil gar nicht wirklich wahrgenommen (Was ist los bei Euch Leute?!).

Aber was ist mit der Story? Genau das ist das Problem. Bei „Men in Black: International“ bleibt alles nur angeschnitten oder gar nicht erklärt. Permanent fragt man sich warum welcher Charakter wie reagiert. Mit einer einzigen Ausnahme haben die Charaktere eine Tiefe wie ein Teller Suppe. Die Ausnahme ist Molly aka Agent M aka Tessa Thompson. Hier wurde wenigstens grob erklärt wie Sie zu den „Men in Black“ kam. Unglaubwürdig, aber ok. Wesentlich schlimmer ist der eigentliche Gegner. Von diesem erfährt man einfach so gut wie nichts. Und auch der „Maulwurf“ ist relativ schnell ausfindig zu machen. Es gibt im Prinzip nur 2 Optionen. Meistens ist es nicht die naheliegende – Stichwort „Plot Twist“ – alles klar.

Das „International“ im Namen lässt einen ein wenig auf Eindrücke von Europa hoffen. Tatsächlich finden wir unter anderem London, Paris und Marrakesch als Handlungsorte wieder. Aber diese Orte sind beliebig austauschbar und zu keinem Zeitpunkt bekommt man echtes Länderfeeling. Abgesehen von Gags mit rechtsgesteuerten Fahrzeugen, hätte der komplette Film auch einfach irgendwo in den USA spielen können.

Hin und wieder versucht sich der Film mit dem Thema Emanzipation und Gleichberechtigung auseinander zu setzen – machen wir es kurz, auch das ist eher ein Trauerspiel.

Was bleiben sind 115 Minuten Unterhaltung mit durchaus vorhandenen Lachern die aber unter einer nicht vorhandenen vernünftigen Story massiv leiden.

Fazit

Nach dem ersten halben Kinojahr 2019 ist „Men in Black: International“ unsere bisherige Enttäuschung des Jahres. Entsprechend muss leider auch die Empfehlung lauten: Nutzt Sonderangebote oder wartet auf eine Heimkino Veröffentlichung. Vollpreiskino ist dieser Film nicht wert.

Men in Black: International

5.8

Wertung

5.8/10

Pros

  • Gute Effekte
  • Guter Sound
  • Einige gute Gags

Cons

  • Fast nicht vorhandene Story
  • Schauplätze irrelevant
  • Charaktere flach

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