X-Men: Dark Phoenix – Review (Kino)

Poster X-Men: Dark Phoenix
© Twentieth Century Fox
Wer gleichzeitig „Marvel“ und „Kino“ hört denkt meistens direkt an das MCU bzw. Thor, Hulk, Iron Man und weitere Konsorten. Aber auch die X-Men kommen aus gleichem Hause und genau die haben wir uns für Euch angesehen. Genaugenommen natürlich „X-Men: Dark Phoenix“, der bereits seit dem 6. Juni 2019 auf deutschen Kinoleinwänden sein Unwesen treibt.

Ein wenig bekommt man den Eindruck dass die X-Men im Schatten der Avengers (Gerade erst mit „Avengers: Endgame„) stehen. Alleine die Zuschauerzahlen der Filme belegen dies im Grunde auch. Die X-Men befinden sich in einer Abwärtsspirale die uns mit „X-Men: Dark Phoenix“ den bislang an den Kinokassen schwächsten Film der Reihe bringt. Aber strafen Kritiker und Zuschauer zurecht die Macher ab? Wir haben uns inzwischen ebenfalls Dark Phoenix angesehen und können einige Kritiken nicht nachvollziehen. Dazu aber weiter unten mehr. Schauen wir erst einmal worum es im Film geht.

Darum geht es in „X-Men: Dark Phoenix“ (Pressetext)

Die X-Men müssen sich in DARK PHOENIX nicht nur ihrem stärksten und mächtigsten Gegner stellen, sie sind auch mit der Tatsache konfrontiert, dass dieser Gegner aus ihren eigenen Reihen stammt. Es ist Jean Grey, die bei einer Rettungsmission im All beinahe getötet wurde, dann aber von einer unbekannten kosmischen Kraft getroffen wird. Bei ihrer Rückkehr von dieser Mission sind diese Kräfte zwar viel stärker und mächtiger geworden – doch sie sind auch viel instabiler und kaum kontrollierbar. Jean kämpft mit diesen neuen ihr innewohnenden Kräften, die sie weder versteht, noch zügeln kann. Der Kontrollverlust führt dazu, dass sie die Menschen, die ihr wirklich nahe sind und die sie liebt, vor den Kopf stößt und verletzt. Gleichzeitig beginnt sie die ureigentlichen Verbindungen auseinanderzunehmen, die die X-Men zusammenhält.

Die Gruppe, die wie eine Familie war, fällt auseinander und sie müssen einen Weg finden wieder zueinander zu kommen – nicht nur um Jeans Seele zu retten, sondern auch, um unseren Planeten vor einer Invasion von Aliens zu schützen, die durch Jeans neue Kräfte die Galaxie beherrschen wollen.

 

 

Unsere Meinung

Die neue X-Men Zeitlinie welche mit „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ gestartet wurde hat es nicht wirklich einfach. Für viele ist der Bruch zu groß. Neue Story, neue Darsteller. Das ist nicht bei allen beliebt. Dazu kommen tatsächlich etwas schwächere Storys und Drehbücher. Aber gerade gegen „X-Men: Dark Phoenix“ entwickelt sich eine gewisse Kritikdynamik die dieser Film wirklich nicht verdient hat. Zuweilen hat man das Gefühl dass einige Kollegen sich die Filme gar nicht wirklich anschauen sondern pauschal mal ins selbe Horn blasen wie andere. Nicht falsch verstehen. Jeder kann gerne seine Meinung haben. Aber wir haben auch auf Pressevorführungen schon die tollsten Sprüche von Kollegen gehört, ohne dass auch nur die ersten Minuten des Films über die Leinwand geflimmert sind.

Nun gut, kommen wir zu unserer Kritik. Und die fällt, wie zu vermuten ist, gar nicht so schlecht aus. Die meiste Zeit des 114 Minuten langen Filmes fühlten wir uns gut unterhalten. Teilweise kam sogar eine echt bedrückende Stimmung auf. Gleich zu Anfang werden wir mit einer Innenraum Autounfallszene konfrontiert die lange und ausführlich Szenen zeigt die jedem der bereits einen schweren Unfall hatte böse Erinnerungen hervorrufen könnte. So ging es uns zumindest. Nicht unbedingt einfach zu sehen für entsprechend vorbelastete Personen.

Die Handlung ist durchgängig schlüssig, wenn auch in weiten Teilen vorhersehbar. Hier fehlt es ein wenig an Überraschungseffekten. Es gab ja im Hintergrund einiges an Problemen und Umstellungen und man sagt einige der schwächen des Filmes seien darauf zurückzuführen. Ob dies so ist kann man nur schwer beurteilen, wäre jedoch durchaus denkbar. Die Gegner der X-Men werden leider nur Oberflächlich beleuchtet was ein wenig die Beweggründe für ihr Handeln unverständlich macht. Hier wäre etwas mehr Tiefgang wünschenswert gewesen. Dafür werden die Gefühle und Beweggründe der X-Men selbst gut dargestellt und sind nachvollziehbar. „X-Men: Dark Phoenix“ scheut sich nicht davor auch ggf, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Was durchaus auch in Ordnung ist da „Dark Phoenix“ sowieso den Abschluss der aktuellen Reihe darstellt.

Natürlich haben wir auch diesmal wieder einige richtig gute Schauspieler am Start. Genannt seien hier nur Jennifer Lawrence (Die Tribute von Panem, Red Sparrow) als Raven/Mystique, James McAvoy (Split, Glass) als Professor Charles Xavier, oder Michael Fassbender (Prometheus, Assassin’s Creed) als Magneto. Alle Darsteller, auch die nicht genannten, agieren im Rahmen der, durch das Drehbuch, gegebenen Möglichkeiten gut bis sehr gut. Hier gibt es nichts auszusetzen.

Das Bild und die Effekte sind Detailreich und aufwändig umgesetzt. Partikel und Nebeleffekte wurden ein wenig zu häufig eingesetzt. Diese sehen zwar jederzeit richtig gut aus, aber etwas Abwechslung wäre hier durchaus ganz nett gewesen. Der Sound ist durchgängig gut, aber nicht spektakulär.

Fazit

Kommt Leute, so schlecht ist er doch gar nicht. Teilweise gibt es richtig vernichtende Kritiken zu diesem Film. Ja, er hat Schwächen. Aber es hält sich doch im Rahmen. Vor allem hinter dem Wissen dass wir hier von Popcornkino sprechen. Wenn wir für einen solchen Film ins Kino gehen wollen wir in erster Linie coole Szenen sehen und einfach gut unterhalten werden. Ein Mindestanspruch an Story und Handlung wird erfüllt – damit ist die Basis schon geschaffen. Und liebe Kritikerkollegen – seid keine Lemminge. Blast nicht ins gleiche Horn wie andere sondern macht Euch gefälligst selbst ein Bild und bringt einem Film den nötigen Respekt entgegen. Wenn ich schon von „Profis“ vor dem Kino höre „Der ist eh Scheisse“ dann kann ich diesen Menschen und seine Meinung einfach nicht ernst nehmen. In diesem Sinne auch an unsere Leser: Egal was wir oder andere schreiben, wenn Ihr einen Film interessant findet – schaut ihn Euch an, egal was „wir“ sagen.

X-Men: Dark Phoenix

7

Wertung

7.0/10

Pros

  • Gelungene Effekte
  • Gute Besetzung

Cons

  • Relativ Vorhersehbar
  • Gegner mit wenig Tiefgang

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