American Gods (Staffel 2) – Review (Blu-Ray)

© Starz / Studiocanal
Bereits 2017 konnten wir Film- und Serienfans in die Welt der „American Gods“ eintauchen. Jetzt, 2 lange Jahre später, haben wir endlich Nachschub bekommen. Auf Amazon Prime Video schon Anfang des Jahres veröffentlicht, folgt nun der DVD und Blu-Ray Release am 11. Juli 2019.

American Gods basiert auf dem gleichnamigen Roman von Neil Gaiman aus 2001 und bildet eine wilde Fantasy/Mystery Geschichte um Götter in unserer heutigen Zeit. Dabei geht es im Wesentlichen um alte und neue Götter welche diverser Mythologien entsprungen sind.

Götter haben dabei Ihre Macht nicht einfach so, sondern diese steht und fällt mit der Menge der Gläubigen und der Intensität des Glaubens. Hier haben die alten Götter wie Mr. Wednesday aka Wodan aka Odin in den letzten Jahrhunderten zunehmend an Einfluss und Macht verloren. Die neuen Götter stehen hier mit den Themen Medien und Co wesentlich besser da. Mr. Wednesday macht sich daher zusammen mit seinem Gehilfen auf um seine alten Götterkollegen gegen einen Kampf gegen die neuen Götter zu mobilisieren.

American Gods machte sich mit der ersten Staffel nicht nur einen Namen aufgrund des doch durchaus sehenswerten Casts, sondern auch durch die recht explizite Darstellung von Gewalt und Sexszenen. Hier wurden auch einige Tabubrüche begangen die durchaus zu Diskussionen führten. Insgesamt war und ist die erteilte FSK 16 eigentlich zu hinterfragen. Aber noch eines hat in der Staffel 1 Eindruck hinterlassen: Die Bildsprache und der Soundtrack – beides war hervorragend.

Die Frage ist ob die zweite Staffel der ersten das Wasser reichen kann. Wir verraten es Euch.

Darum geht es in American Gods Staffel 2 (Pressetext)

Die Schlacht zwischen den alten und neuen Göttern steuert unaufhaltsam auf ihren Höhepunkt zu. Nach dem epischen Showdown der letzten Staffel kollidiert ihr Schicksal mit dem der Menschheit. Während Mr. World auf Rache sinnt, schlägt sich Shadow endgültig auf die Seite Wednesdays, der alles daran setzt, die alten Götter von seinem Feldzug zu überzeugen. Doch in dieser mysteriösen Welt der lebendigen Götter verlangen Hingabe und Glaube nach einem schrecklichen Opfer…

 

 

Was wir denken

Die zweite Staffel von „American Gods“ hat es wahrlich nicht einfach, und das aus mehreren Gründen. Wir haben zwar weiterhin den tollen Cast mit zum Beispiel Ian McShane (John Wick: Kapitel 3) als Mr. Wednesday, aber der Showrunner der ersten Staffel, Bryan Fuller (Hannibal, Star Trek: Discovery), hat das Handtuch geworfen. Sowas ist in den allermeisten Fällen schlecht und der Zuschauer merkt dies deutlich in weiteren Folgen und Staffeln.

Ein zusätzliches Problem liegt an der Story. Basierend auf dem Roman finden wie uns hier etwa im mittleren Teil wieder, was zumeist der etwas ruhigere und langwierige Part vor dem Finale ist.

Auch die Bildsprache hat sich zum Teil verändert und kann nicht ganz mit der Bildgewalt und den Eindrücken der ersten Staffel mithalten, ist aber immer noch sehr gut. Gleiches gilt für den Soundtrack. Hier gibt es also nur auf hohem Niveau etwas zu meckern.

Die Story selbst setzt genau am Ende der ersten Staffel an. Lässt sich also was das angeht gut hintereinander weggucken und ist fast schon zu empfehlen. Schwierig ist das Zeitmanagment der zweiten Staffel. Wie die erste hat auch die zweite lediglich 8 Folgen, was schon recht knapp ist wenn man langsam erzählt und dann noch alle möglichen Charaktere beleuchten möchte. So hat man des öfteren das Gefühl auf einer Stelle zu treten und bekommt Bedenken was den Umfang der Story bis Staffelfinale angeht. Nicht ganz zu unrecht.

Aber genug gemeckert, haben wir bereits den hervoragenden Cast erwähnt? Das tatellose und zum Teil wirklich beeindruckende Schauspiel? All das hat die zweite Staffel ebenfalls im Gepäck und hier wird niemand enttäuscht. Die Story mit altem und neuen, die ganze Thematik Götter, Kobolde und noch viel mehr in unsere Zeit und Welt zu holen ist einfach grandios. Und ganz ehrlich, hätte die erste Staffel nicht so wahnsnnig vorgelegt – niemand hätte irgendwas an der Neuen auszusetzen. Hier wurde einfach ein richtig großer Schatten geworfen.

Raus aus dem Film, rein in Technik und Umfang. Und hier hat American Gods Staffel 2 einiges zu bieten. Sowohl DVD als auch BD Version kommen als Digipak im Schuber mit einigen Extras. Hier haben wir ein Postkartenset, Poster sowie ein Booklet mit Auszügen aus den Comics. Digitale Extras auf den Scheiben sind die Featurette „Neil Gaimans Amerika“ und ein 50-minütiges San Diego Comic Con Special. Nicht schlecht oder?

Fazit

Nein, auch wenn es sich sehr danach anhört, American Gods Staffel 2 ist nicht schlecht. Im Gegenteil. Richtig gut. Aber halt nicht so gut wie die erste Staffel und das ist natürlich ein Problem, da eine hohe Erwartungshaltung existiert. Man weiß es geht besser, aber unter den gegeben Umständen war halt einfach nicht mehr oder das gleiche drin wie noch vor 2 Jahren. Wir freuen uns trotzdem auf die angekündigte dritte Staffel und hoffen dass hier das Feedback der Zuschauer berücksichtigt wird – dann wird alles wieder gut.

American Gods Staffel 2

7.2

Wertung

7.2/10

Pros

  • Tolle Schauspieler
  • Schöne Bildsprache
  • Guter Soundtrack
  • Abgefahrenes Setting

Cons

  • Story etwas langsam
  • Nicht ganz so gut wie Staffel 1

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