Destroyer – Review (BluRay)

Titelmotiv - Destroyer (Film)
© Concorde
Seit dem 18. Juli 2019 könnt Ihr den Krimi / Thriller „Destroyer“ mit Nicole Kidman in der Hauptrolle kaufen (BD, DVD, Digital). Wir sagen Euch Spoiler frei was Euch erwartet und ob sich dieser Kauf aus unserer Sicht lohnt oder nicht.

Nicole Kidman ist sicher eine der Schauspielerinnen für die so ziemlich jeder (männliche) Jugendliche der 80er/90er Jahre geschwärmt hat. Unvergessen zum Beispiel Ihre Rolle in „Tage des Donners“ neben Tom Cruise, oder auch später in „The Hours: Von Ewigkeit zu Ewigkeit“, für den Sie einige Auszeichnungen als beste Hauptdarstellerin erhielt. Nun sehen wir diese sehr wandlungsfähige Schauspielerin als eine gezeichnete und gebrochene Polizeibeamtin die Ihre Vergangenheit einholt und nun endlich damit abschließen will – koste es was es wolle.

Bereits vor Kinostart wurde der, unter Regie von Karyn Kusama (Jennifers Body) entstandene, Film im Rahmen von Filmfestivals gezeigt und wurde dort überwiegend positiv bewertet. Ob wir das genauso sehen, erfahrt im weiteren Verlauf dieser Rezension.

Darum geht es in „Destroyer“ (Pressetext)

Ein Mordfall wie jeder andere – so scheint es. Erin Bell (Nicole Kidman), Polizistin in Los Angeles, wird schnell eines Besseren belehrt: Indizien am Tatort deuten darauf hin, dass eine verschollen geglaubte Person aus ihrer Vergangenheit wieder zurück ist. Silas (Toby Kebbell) ist der Grund, warum Erin heute ein Schatten ihrer selbst ist, eine gebrochene, innerlich wie äußerlich zerstörte Frau, die durch ihr Leben stolpert wie eine Untote. 17 Jahre sind vergangen, seit Erin als verdeckt arbeitende FBI-Agentin Silas zum ersten Mal auf der Spur war. Damals endete die Ermittlung in einer Katastrophe. Jetzt sieht Erin die Gelegenheit gekommen, ihre Sünden von einst wieder gutzumachen und Silas zur Strecke zu bringen. Koste es, was es wolle…

 

 

Unsere Meinung

Es ist wirklich nicht ganz einfach diesen Film zu beurteilen.

Auf der einen Seite steht eine hochkarätige Schauspielerin wie Nicole Kidman, die sich hier von einer Seite zeigt wie man Sie so noch nie gesehen hat. Die sonst eher männliche Rolle des runtergekommenen Polizisten spielt Sie hier überaus überzeugend. Zurecht wurde Sie für diese Rolle für einige Auszeichnungen als beste Hauptdarstellerin zumindest nominiert. Auch optisch wurde Sie wunderbar zurecht gemacht. Fast fällt es schwer wirklich zu glauben dass man hier oben genannten Teenie Schwarm vor sich sieht. Nicole Kidman alleine würde hier mit einer Topbewertung von uns bekommen.

Auch die Story des Films ist durchaus interessant und bietet viel Potenzial. Die Rolle des gebrochenen Bullen, mit einer vielleicht nicht ganz so weißen Weste, weiblich zu besetzen ist ungewohnt aber bringt eine willkommene Abwechslung in den Film. Erzählt wird „Destroyer“ in zwei Zeitlinien zwischen welchen häufig hin und her gesprungen wird. Auch dieser Ansatz ist grundsätzlich nicht schlecht und erlaubt es so Geheimnisse und Hintergrundinformationen gezielt zu einem gewissen Zeitpunkt preiszugeben.

Aber es gibt noch die andere Seite. Die Schattenseite. Diese betrifft zu einem die flachen Nebenrollen. Und Nebenrollen sind alle anderen, außer die von Nicole Kidman verkörperte. Selbst der Gegenspieler ist uninteressant und wirkt alles außer beängstigend. Zum anderen schafft es „Destroyer“ nicht wirklich eine Spannung aufzubauen, was unter anderem an den vielen Zeitsprüngen liegt. Zudem fällt es schwer zu glauben dass das Erlebte ausreicht um eine, augenscheinliche ja harte, Polizistin zu brechen. Vielleicht sind wir hier aber auch als Zuschauer von den sonst üblichen „harten Hunden“ zu viel gewohnt.

Eine weitere negativ auffallende Sache ist die Zeit. Die 122 Minuten Film fühlen sich an wie 3 Stunden. Schuld daran ist die langsame Erzählweise, welche zusätzlich noch mit vielen unnötigen Slowmotion Szenen versehen ist. Dies soll wohl eine Dramatik vermitteln die oftmals aber völlig deplatziert wirkt. Auch die Musikuntermalung erscheint an diversen Stellen wenig glücklich gewählt.

Die Ausstattung der Blu-Ray ist solide bis gut und umfasst einige durchaus interessante Extras zum Film.

Fazit

Nicole Kidman kämpft hier um einen wirklich guten Film, bekommt es aber nicht wirklich leicht gemacht. Sie ist herausragend, das Drehbuch und die Regie leider nicht. Schade dass hier so viel Potenzial ungenutzt bleibt. Potenzial dass diesen Film hätte deutlich besser hätte abschließen lassen können. So ist „Destroyer“ für uns ein Film geworden der zwar durchaus gut ist, aber durch die genannten Schwächen nur eine durchschnittliche Bewertung erhalten kann.

Destroyer

6.8

Wertung

6.8/10

Pros

  • Hauptrolle mit Nicole Kidman erstklassig besetzt
  • Interessante Story

Cons

  • Zu flache Nebenrollen
  • Zu langsam in jeder Form
  • Fehlende Spannung

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