Fast & Furious: Hobbs & Shaw – Review (Kino)

© Universal
(The) Fast & (The) Furious – wer hätte 2001 gedacht dass man diesen Filmtitel noch fast 20 Jahre später regelmäßig über die Leinwand flimmern sieht. Nun passiert dies erstmals in einem Spin-Off der Reihe. „Fast & Furios: Hobbs & Shaw“ heißt der Ableger und zeigt uns eine Geschichte mit Dwayne „The Rock“ Johnson und Jason Statham.

Machen wir uns nichts vor. Von der alten Thematik „getunte Autos“ und „heiße Straßenrennen“ sind wir schon lange weg. Mit jedem Teil der Reihe wird nochmal eine absurde Actionszene mehr draufgepackt. Eben noch machte man sich sorgen ob die Lachgasflasche ausreichen würde beim Rennen, ein paar Filme später ballern hunderte Autos über Satellit gesteuert selbstständig durch Häuserschluchten – ist klar. Wir bedauern diese Entwicklung, welche scheinbar aufgrund der „Höher, schneller, weiter“ Mentalität nötig ist, ziemlich. Als Fans der ersten Stunde hat man ein wenig das verloren was man an den ersten Film so sehr schätzte. Nun geht man einen Schritt den man hätte vielleicht schon viel früher gehen sollen. Es gibt ein Spin-Off rund um Hobbs und Shaw. Hier passt dann endlich die Action mit der man in den regulären Filmen schon die ganze Zeit „belästigt“ wird. Aber kann dieser Film die Erwartungen erfüllen? Oder liegt dessen Stärke woanders? Wir verraten es Euch.

Darum geht es in „Fast & Furios: Hobbs & Shaw“ (Pressetext)

Als sie von den bedrohlichen Plänen des internationalen Terroristen Brixton erfahren, sehen sich Luke Hobbs und Deckard Shaw gezwungen zusammenzuarbeiten. Durch genetische und kybernetische Weiterentwicklung hat sich Anarchist Brixton zum unschlagbaren Gegner perfektioniert, dem es sogar gelingt, Shaws brillante Schwester, eine abtrünnige MI6-Agentin, zu überwältigen. Allein haben weder Hobbs noch Shaw eine Chance gegen ihn und so bleibt den beiden Widersachern nichts anderes übrig, als sich gemeinsam in den Kampf zu stürzen.

 

 

Unsere Meinung

Da ist er also nun rum, das Licht geht an. Nach rund 137 Minuten sitzen wir im Kino und haben ein Lächeln im Gesicht. Hobbs & Shaw ist ein wirklich guter Film. Aber wer jetzt denkt dass wir das wegen der Action sagen liegt falsch. Die Action ist wieder einmal abgedreht, teilweise nochmal einen draufgesetzt. Genetisch und kybernetisch verbesserte Menschen. Das ist neu. Und ja, ein Hubschrauber der bekannt dafür ist große Lasten zu transportieren schafft es nicht einen garnichtmal so großen Truck anzuheben. Lustiger weise schafft er es im Laufe der Szene schon sobald mehrere aneinander hängen. Aber gut, realistische Maßstäbe kann man an die F&F Filmreihe schon lange nichtmehr stellen.

Insgesamt war allerdings der Actionanteil garnichtmal so groß bzw. relevant. Wer die Trailer gesehen hat kennt hier schon fast alles. „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ punktet mit etwas ganz anderem. Humor. Selten, und wir sind wirklich sehr oft im Kino, haben wir ein so laut lachendes Publikum erlebt. Das Zusammenspiel der beiden, nicht gerade befreundeten, Charakteren Hobbs und Shaw funktioniert so unglaublich genial dass man gar nicht genug davon bekommen kann. Permanent spürt man die Rivalität der beiden. Aber auch in Einzelaktionen mit weiteren bekannten Schauspielern wird hier ein richtiges Feuerwerk an Witz abgefeuert.

Schauspieler sind auch genau das Thema. Hier wird richtig aufgefahren. Die klaren Hauptrollen gehen natürlich an Dwayne Johnson (Jumanji, Skyscraper) als Luke Hobbs und Jason Statham (Transporter, Crank) als Deckard Shaw. Den Widersacher macht Idris Elba (Thor, Mollys Game) als Brixton Lore. Aber auch in den Nebenrollen haben wir richtig gute Leute und auch zwei echte Überraschungen. Ryan Renolds (Deadpool, Deadpool 2) spielt einige grandios lustige Szenen mit Dwayne Johnson und auch Kevin Hart ist mit an Bord. Letzterer ist zwar ebenfalls in einer lustigen Szene zu sehen, jedoch hätte man sich diese auch sparen können. Hier war wohl mehr ein Freundschaftsdienst am Werk.

Die Handlung ist in Ordnung. Wirklich viel haben wir hier nicht erwartet. Genau das haben wir bekommen. Regisseur David Leitch hat hier einen gute Job gemacht. Nicht mehr nicht weniger. Bahnbrechend neues sucht man vergebens. Solide eben. Das Bild und der Ton / Soundtrack ist jederzeit sehr gut. Hier gibt es nichts zu feiern aber auch nichts zu meckern.

Fazit

Und da sind wir auch schon am Ende der Review angelangt. Wir können dieses Spin-Off wirklich empfehlen. Wer gerne lacht fühlt sich hier sicherlich gut aufgehoben. Actions Fans könnte es evtl. zu durchschnittlich erscheinen. Unser Tipp: Wartet auf Vergünstigungen oder auf die Blu-Ray, aber spätestens dann ansehen!

Fast & Furious: Hobbs & Shaw

7.6

Wertung

7.6/10

Pros

  • Gute Action
  • Top Schauspieler
  • Einmaliger Humor

Cons

  • Wie immer bißchen drüber
  • Kennt man den Trailer, kennt man ein Großteil der Actionszenen

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